Adidas und Lebenshilfe: Gemeinsam stark auf dem Campus
Adidas ermöglicht Lebenshilfe-Mitarbeitern ein Training auf dem Campus, was nicht nur den Teilnehmern Freude bereitet, sondern auch das Gemeinschaftsgefühl stärkt. Ein Bericht über diese besondere Initiative.
Im Allgemeinen wird angenommen, dass große Unternehmen mit ihren Freizeitangeboten und Trainingsprogrammen nur auf Effizienz und Leistung ausgerichtet sind. Diese Auffassung ist nicht unberechtigt. Immerhin haben viele Firmen ernsthafte Ziele, die durch quantifizierbare Ergebnisse definiert werden. Doch in einem interessanten Schachzug hat Adidas eine Initiative ins Leben gerufen, die die vermeintlichen Grenzen des Unternehmensgeistes sprengt. Im Rahmen dieser Initiative dürfen Mitarbeiter der Lebenshilfe auf dem Campus trainieren. Abseits der üblichen Kennzahlen und Leistungsbewertung stellt sich heraus, dass nicht alles funktionsorientiert sein muss.
Abkehr von der Effizienz
Ein Grund, warum diese Zusammenarbeit so erfrischend ist, liegt in der unkonventionellen Denkweise, die sie verkörpert. Die Lebenshilfe-Mitarbeiter bringen eine Energie und Enthusiasmus mit, die oft in der typischen Unternehmenskultur verloren gehen. Das Training selbst wird nicht primär als Mittel zur Leistungssteigerung betrachtet, sondern als eine Plattform für Inklusion und Freude. Die Teilnehmer berichten von einem „riesigen Spaß“ und einem „schönen Gefühl“, das aus der Aktivität entsteht. Hierbei geht es nicht darum, wie viele Kilometer jemand laufen kann oder wie viele Gewichte er stemmen kann, sondern um die gemeinsame Erfahrung, die die Mitarbeiter zusammenschweißt.
Ein weiterer Aspekt, der diese Initiative hervorhebt, ist die Förderung des sozialgemeinschaftlichen Gedankens innerhalb des Unternehmens. In einer Zeit, in der viele Firmen ihre Mitarbeiter in Abteilungen und Hierarchien unterteilen, schafft Adidas durch diese Art von Training eine Gemeinschaftsgefühl, das die konventionellen Strukturen hinterfragt. Der Respekt und die Wertschätzung, die den Lebenshilfe-Mitarbeitern entgegengebracht werden, erweitern den Horizont aller Beteiligten und schaffen eine positive Dynamik, die weit über die Sporteinheiten hinausgeht.
Ein dritter Punkt, der die konventionelle Sichtweise in Frage stellt, ist die Tatsache, dass Adidas mit dieser Initiative nicht nur ein gutes Corporate-Social-Responsibility-Programm auflegt, sondern auch echtes Engagement zeigt. Die Partnerschaft mit Lebenshilfe ist nicht nur ein strategischer Schachzug, um das Unternehmensimage zu heben, sondern sie ist Ausdruck einer tiefen Einsicht in die Notwendigkeit von sozialer Verantwortung. Mitarbeiter, die sehen, dass ihre Firma aktiv zur Gemeinschaft beiträgt, entwickeln oft eine höhere Bindung zum Arbeitgeber, was sich schlussendlich positiv auf die Unternehmenskultur auswirkt.
Um es klar zu stellen: Die herkömmliche Sichtweise hat durchaus ihre Berechtigung. Leistungsorientierte Trainings und Programme sind für die meisten Unternehmen von entscheidender Bedeutung. Ohne sie könnten viele Firmen nicht die gewünschten Ergebnisse erzielen. Allerdings ist es die Ergänzung solcher Initiativen wie die mit der Lebenshilfe, die das Unternehmensklima von Adidas in eine positive Richtung lenkt. Es zeigt sich, dass Spaß und Gemeinschaft nicht nur gut für die Seele sind, sondern auch essentielle Bestandteile eines erfolgreichen Unternehmens darstellen können.
In einer Welt, in der der Druck zur Leistung oft überhandnimmt, ist das Beispiel von Adidas und Lebenshilfe ein schmackhaftes Gegenbeispiel. Es ist eine Einladung, darüber nachzudenken, was wir als Erfolg definieren. Vielleicht ist es an der Zeit, der Effizienz das Leben und das Miteinander zur Seite zu stellen.